Ostersonntag: Das Grab ist leer! Jesus lebt!
Ein mal durch die Bibel

Wie Judas zum Verräter wurde

Wie Judas zum Verräter wurde

Bibeltext: Matthäus 26, 6-19

Wie Judas zum Verräter wurde

Darauf ging Judas Iskariot, einer aus dem Kreis der Zwölf, zu den führenden Priestern und sagte: »Was gebt ihr mir, wenn ich ihn euch in die Hände spiele?« Sie zahlten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte Judas eine günstige Gelegenheit, Jesus zu verraten.

Matthäus 26,14-16 (GNB)

Wie wurde Judas zum Verräter? Was brachte einen seiner engsten Freunde dazu, Jesus zu verraten? Hast du dir diese Fragen schon mal gestellt? Ich stelle sie mir immer wieder und merke: Eigentlich können wir nur spekulieren. Wir wissen nicht viel über Judas und seine Beziehung zu Jesus.

Eines wissen wir: Jesus wählte Judas als einen seiner zwölf Jünger. Die Jünger begleiteten ihren Rabbi auf Schritt und Tritt. Sie beobachteten ihn, sie lernten von ihm, sie stellten ihm Fragen, sie ahmten ihn nach. In genau so einer engen Beziehung lebte Judas mit Jesus. Auch er hatte sein Leben, wie er es kannte, für Jesus hinter sich gelassen. Judas hatte Wunder erlebt und selbst Wunder getan. Er war einer der zwölf Jünger, die Jesus losschickte, um in den Städten die Gute Nachricht zu verkündigen, Kranke zu heilen, Dämonen auszutreiben.

Der Wendepunkt

Und dann kam der Wendepunkt. Eine Frau salbte Jesus mit kostbarem Öl. Judas verurteilte diese Frau für ihren Liebesdienst: Was für eine Verschwendung! Jesus dagegen lobte die Frau für das, was sie tat. Als Folge dessen entschied Judas, Jesus zu verraten. Wie konnte dieser Vorfall alles, was er bis jetzt mit Jesus getan hatte, in Frage stellen?

Eine Antwort finden wir in Johannes 12, 4-6: Judas war ein Dieb! Er verwaltete die gemeinsame Kasse und nahm immer wieder Geld für sich selbst. Anscheinend hatte Judas ein gestörtes Verhältnis zum Geld, war habgierig. Jesus war anders als Judas. Er war großzügig und gab freigiebig. Anscheinend konnte Judas diesen Umgang mit wertvollen Dingen nicht ertragen.

Geht es uns nicht sehr oft ähnlich: Wir lassen ein kleines Einfallstor für den Feind offen. Unsere kleine Lieblingssünde scheint nicht so schlimm zu sein. Aber sie kann schneller als wir denken zu einem ernsthaften Problem werden, wenn Jesus sie aus unserem Leben herausschmeißen möchte: Wer wird gewinnen? Lassen wir unseren Ersatzgötzen los und akzeptieren, dass wir Jesus einfach vertrauen müssen? Auch vertrauen, dass jede Sünde schlecht ist und ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht? Wir müssen vertrauen, dass Jesus weiß, warum er Schuld Schuld nennt.

Bist du dabei?

Ab Montag, 05.04.21 lesen wir Philipper!

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