Warum Paulus auf viele seiner Rechte verzichtet
1. Korinther,  Ein mal durch die Bibel

Unser größtes Problem: Der Stolz

Unser größtes Problem: Der Stolz

Bibeltext: 1. Korinther 4

Unser größtes Problem: Der Stolz

Wenn du den Text heute genau liest, findest du vieles über das Leben von Paulus und den anderen Aposteln heraus. Sie wurden öffentlich gedemütigt und als nicht ganz zurechnungsfähig angesehen. Ihr Leben war durch Schwäche, Hunger und Durst gekennzeichnet. Immer wieder mussten sie körperliche Misshandlung erleben. Sie arbeiteten hart, um sich neben ihrer Arbeit in Gottes Reich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Korinther schämten sich für Paulus. Ein Mann Gottes kann doch nicht ein solches Leben führen. Oder doch? Paulus legt seinen Finger zielsicher auf die Wunde: Den Stolz und die Überheblichkeit dieser Gemeinde. Den Korinthern ging es richtig gut. Sie lebten in einer wohlhabenden Umgebung, in der sie sich sicher fühlten und am Leben ihrer Stadt aktiv teilnahmen. Die Weltanschauung, insbesondere das Philosophieren, prägten die Gemeinde maßgeblich.

Mich fordert dieses Kapitel der Bibel sehr heraus. Wie gut geht es vielen hier in Deutschland. Wir richten uns bequem in unserem „sicheren“ Leben ein und beurteilen andere Menschen nach dem, was wir von außen sehen. Wie oft habe ich schon das Leben und die Aussagen eines anderen Menschen als meinem nicht ebenbürtig beurteilt? Lässt mich das Leid anderer Menschen, die für Jesus alles geben, oft kalt?

Mein Problem ist oft der Stolz. Diese Wurzel verträgt sich allerdings überhaupt nicht mit dem, zu dem wir berufen sind: Wir sollen Mitarbeiter Gottes sein. Das typische Leben eines Christen in dieser Welt ähnelt viel mehr dem Leben von Paulus als dem der Korinther. Wie weit sind wir bereit für Jesus zu gehen? Sind wir bereit unser Herz beschneiden zu lassen?

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