Warum Paulus auf viele seiner Rechte verzichtet
1. Korinther,  Ein mal durch die Bibel

Unser Glaube und unsere Entwicklung sind Geschenke Gottes

Unser Glaube und unsere Entwicklung sind Geschenke Gottes

Bibeltext: 1. Korinther 1,1-9

Unser Glaube und unsere Entwicklung sind Geschenke Gottes

Paulus beginnt seinen Brief an die Korinther mit einem kurzen Gruß. Er stellt sich als Apostel Jesu Christi vor. Weil nicht alle in dieser christlichen Versammlung Paulus‘ Autorität anerkannten, weist er darauf hin, dass Gott persönlich ihn beauftragt hat, über Jesus zu predigen.

Korinth war zu dieser Zeit eine florierende Handelsstadt. Neben seinem Reichtum war Korinth für einen sexuell freizügigen, ausschweifenden Lebenswandel bekannt. Die christliche Gemeinde in diesem Ort bestand aus Menschen, die alle Teil dieser Kultur gewesen waren, bevor sie Jesus kennenlernten. Dadurch ergab sich das erste Problem: Die Christen mussten Jesus Schritt für Schritt in jeden Bereich ihres Lebens einladen. Oft mussten sie erst lernen, was ihm gefällt und was nicht.

Als Paulus diesen Brief verfasste, gab es in der Gemeinde einige offensichtliche Probleme, die er unbedingt ansprechen wollte. In der Gemeinde kam es zu Spaltungen, einige Menschen lebten sexuell unmoralisch, die Gottesdienste liefen ungeordnet ab und Irrlehren begannen die Gemeinde zu beeinflussen. Paulus wirbt dafür, Jesus in jeden Bereich seines Lebens einzuladen.

Es gibt auch Gutes!

Zuerst erinnert Paulus die Christen in Korinth daran, wer sie durch Jesus sind: Heilige. Das hat nichts damit zu tun, dass sie bereits perfekt sind, sondern damit, dass Jesus sie rein gewaschen hat.

Sogar in dieser schwierigen Situation gibt es viel Grund zu danken. Gott selber hatte die Korinther reich beschenkt. Sie durften erkennen und bezeugen, dass Jesus Gottes Sohn ist. Im Laufe der Zeit lernten sie immer mehr über ihn. Obwohl es viele Probleme gab, hatte Gott die Gläubigen durch seinen Geist mit besonderen Gaben ausgestattet und die Gemeinde wartete sehnsüchtig auf die Wiederkunft von Jesus.

Weil Gott diese Gemeinde unverdient so reich beschenkt hatte, war Paulus sich sicher: Gott ist treu und wird sich nun auch um die Schwächen und Probleme der Gesamtversammlung und der einzelnen Gläubigen kümmern.

Kaputt und doch wertvoll

Du kannst dir die Gemeinde der Korinther wie ein zerbrochenes, schmutziges Gefäß vorstellen, dass ein hervorragender Restaurator kaufte. Dieser Restaurator ist Gott. Die Währung, die er benutzte um das Gefäß zu bezahlen, ist das Blut von Jesus. Mit diesem Blut wusch er das Gefäß. Jetzt erst wurden die vielen kleinen und großen Löcher und Brüche sichtbar. Auch wenn dieses Gefäß noch kaputt und hässlich ist, ist doch klar: Es gehört einem Meister seines Faches und ist in seinen Augen bereits jetzt wertvoll. Er sieht vor seinen inneren Augen bereits wie es nach der Reparatur aussehen wird. Voller Eifer macht er sich an die Arbeit. Er flickt und klebt, putzt und poliert.

Genau so ist es auch mit dir: Noch bist du vielleicht zerbrochen und schmutzig. Aber Gott hat dich mit dem Blut von Jesus erkauft und reinigt dich dadurch. Durch Jesus erkennst du erst, wie kaputt und dreckig du eigentlich bist. Aber er wird dich wiederherstellen. Schritt für Schritt. Du kannst ihm vertrauen.

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