Das Ende? Ein Neubeginn!
Ein mal durch die Bibel,  Matthäus

Matthäus 15 – Wenn aus Mangel Überfluss wird

Wenn aus Mangel Überfluss wird

Matthäus 15

Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben, und ein paar Fische.

Matthäus 15,34 (Schlachter 2000)

Blättere mal ein Kapitel zurück. Fällt dir etwas auf? Haben wir den gleichen Text nicht schon mal gelesen? In Matthäus 14 findet sich eine sehr ähnliche Geschichte, die von der Versorgung einer großen Volksmenge erzählt. Trotzdem gibt es einige kleine Unterschiede zwischen den beiden Erzählungen.

In Matthäus 14 befindet sich Jesus mit der Volksmenge in der Wüste. Der heutige Abschnitt spielt am See Genezareth. Vielleicht fällt dir auch auf, dass die Zahlen der Brote und Fische, der hungrigen Menschen und der Überreste variiert.

Wenn aus Mangel Überfluss wird

Kennst du Situationen, in denen du das Gefühl hast: „Das hier ist ein Déjà-vu“? Die Jünger erleben fast exakt die gleiche Ausgangslage zwei Mal. Jesus lehrt eine große Volksmenge. Nach einiger Zeit bekommen die Menschen großen Hunger und die Jünger möchten sie fortschicken, damit sie sich etwas zum Essen kaufen können. Jesus lässt das nicht zu. Er fordert seine Jünger auf, die Menschenmenge zu versorgen.

Die Jünger sehen ihren eigenen Mangel. Sie haben nicht mal genug Nahrung, um selber satt zu werden. Mit diesem Gefühl der Überforderung und Unmöglichkeit gehen sie zu Jesus und er nimmt an, was die Jünger ihm geben. Er dankt Gott, bricht das Brot und gibt es seinen Jüngern, damit sie es austeilen. Die Jünger gehorchen und erleben, dass nicht nur alle Menschen satt werden, sondern zusätzlich Nahrung übrig bleibt.

Aber warum müssen die Jünger diese Geschichte zwei Mal erleben? Anscheinend hatten sie ihre Lektion beim ersten Mal noch nicht gelernt. Jesus ist so gnädig, sie immer zu trainieren bis sie verinnerlichen, was er ihnen mitteilen möchte.

Wenn aus deinem Mangel Überfluss wird

Jesus bringt mich immer wieder in ähnliche Situationen wie die Jünger damals. Auf ein Mal stehe ich vor einer Situation, die ich alleine nicht lösen kann. Meine Reaktion ähnelt der der Jünger oft auf verblüffende Art und Weise: Ich schaue auf meine Unfähigkeit, die fehlenden Mittel und beginne, mich zu sorgen.

Und dann fordert Jesus mich auf, ihm das zu geben, was ich habe. Das ist manchmal eine Viertelstunde, das sind manchmal wenige Euro oder ein kleiner erster Schritt. Alles, was er von mir verlangt ist, dass ich es in seine Hände lege. Und dann erlebe ich, wie Jesus das Wunder vollbringt und meinen Mangel in Überfluss verwandelt. Er gibt mehr als ich bitte oder erträume.

Wenn aus Mangel Überfluss wird

Gebet: Jesus, danke für deine große Geduld mit mir! Ich brauche so viele Anläufe, um zu verstehen, dass du meinen Mangel nimmst und er in deinen Händen zu mehr als genug wird. Hilf mir dabei, dir zu vertrauen und dich in meiner eigenen Unfähigkeit und Begrenztheit wirken zu lassen. Segne du durch mich andere Menschen. Amen.

Mein Moment: Kennst du Situationen, in denen du immer wieder einsehen musst, dass du an deine Grenzen stößt und du Jesus brauchst, um diese Grenzen zu sprengen? Nimm dir heute die Zeit und lege Gott bewusst deinen Mangel hin und lass dich überraschen, wie er wirkt!

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Matthäus 14

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