Hiob 42: Wir werden den Grund für Leid niemals ganz verstehen
Ein mal durch die Bibel,  Hiob

Hiob 31: Reinheit beginnt mit einer Entscheidung

Hiob 31: Reinheit beginnt mit einer Entscheidung

Bibeltext: Hiob 31

Wenn mein Schritt vom Weg abgebogen und mein Herz meinen Augen gefolgt ist, …

Hiob 31,7a (ELB)

Hiob 31: Reinheit beginnt mit einer Entscheidung

Heute werden wir Zeuge von Hiobs letzter Verteidigung seiner Unschuld. Seine Worte sind vollgepackt mit Weisheit, Erkenntnis und Demut. Ist dir aufgefallen, dass Hiob nicht ein einziges Mal Gott auf die Anklagebank setzt? Er schleudert ihm nie ins Gesicht: „Du bist schuldig, weil du in meinem Leben Schmerz zulässt!“ Stattdessen verstehst er, dass er komplett in Gottes Hand ist und dass Gott auch dann das Recht hat, ihn anzuklagen, wenn er selbst sich keiner Schuld bewusst ist. Bist du dir bewusst, dass alles Gute, was du hast, Gnade und Geschenk ist? Gott behandelt niemanden von uns so, wie wir es wirklich verdienen würden – sonst wären wir alle nicht mehr am Leben.

Irgendwie hört sich Hiobs Rede trotzdem nicht demütig an. Er scheint auf den ersten Blick ganz schön anzugeben. Das ist das Geheimnis wahrer Demut: Man kennt seinen Stand vor Gott und ordnet sich ihm komplett unter. Trotzdem weiß man genau, wer man ist und was man kann.

Hiob hat schon früh in seinem Leben eine wichtige Entscheidung getroffen: Er hat einen Bund mit seinen Augen geschlossen. Das bedeutet, dass er sich selbst ein bindendes Versprechen gegeben hat, auf das zu achten, was er sich anschaut. Hiob hatte eine wichtige Sache verstanden: Das, was ich in mich hineinlasse, beeinflusst mein Leben. Wenn ich mir etwas anschaue, mich mit etwas beschäftige, wird mein Herz Schritt für Schritt folgen. Wenn mein Herz involviert ist, verändert sich mein Verhalten.

Du kannst das direkt an dem Beispiel in Vers eins nachlesen. Hiob hat die Entscheidung getroffen, keine anderen Frauen außer seiner eigenen Frau begehrlich anzuschauen. Hätte er sich diese Blicke erlaubt, wären seine Gedanken unrein geworden und er hätte Schritt für Schritt Kompromisse zugelassen. Irgendwann hätte er selber die Initiative ergriffen und es wäre zum Ehebruch gekommen.

So ähnlich ist es in jedem Bereich, den Hiob in seiner Rede anspricht. Betrug, Machtmissbrauch, Eigennutz, Gleichgültigkeit, Götzendienst, Gier. Alles das beginnt mit einem kleinen Gedanken, der durch etwas ausgelöst wird, womit wir uns beschäftigen.

Gebet

Vater, ich lebe so oft in den Tag hinein und treffe keine bewusste Entscheidung, mich von manchen Dingen fernzuhalten. Bitte vergib mir, wo diese Gleichgültigkeit dazu geführt hat, dass ich dir nicht treu bin. Zeige mir die Bereiche meines Lebens, in denen ich auf meinen Input achten muss und schenke mir die Kraft, negative Einflüsse auszumerzen. Amen.

Mein Moment

Gibt es einen Bereich deines Lebens, in dem du einen „Bund“ mit deinen Augen schließen solltest? Einen Bereich, den du neu oder zum ersten Mal unter die Herrschaft Gottes stellen solltest? Tu es heute! Du brauchst dafür keine großen Worte.

Hiob 29-30

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