Warum Paulus auf viele seiner Rechte verzichtet
1. Korinther,  Ein mal durch die Bibel

Gottes Gedanken sind mit unseren nicht vergleichbar

Gottes Gedanken sind mit unseren nicht vergleichbar

Bibeltext: 1. Korinther 1,18-31

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Jesaja 55,8f (SLT)

Gottes Gedanken sind mit unseren nicht vergleichbar

Im heutigen Abschnitt lehrt Paulus über die Weisheit. Genau genommen über den Unterschied zwischen menschlicher und göttlicher Weisheit. Um diesen Text verstehen zu können, brauchen wir etwas Hintergrundwissen über die damalige Gesellschaft.

Paulus erklärt, dass die Botschaft vom Kreuz, das bedeutet von Jesu Tod und Auferstehung, für die meisten Menschen absolut verrückt und unglaubwürdig klingt. Nur diejenigen, die das Geschenk der Vergebung annehmen, erkennen ihre wunderbare, alles verändernde Kraft.

Das Kreuz war zur Zeit Jesu das grausamste Folterinstrument. Jemand, der daran sterben musste, verlor nicht nur sein Leben sondern auch seine Ehre. Bei den Juden galt ein Gekreuzigter als verflucht. Für sie war die Vorstellung, dass Gott selber diesen schmachvollen Tod stirbt, unvorstellbar.

Für die Menschen, die griechisch geprägt waren, war der Gedanke absolut absurd. Sie versuchten, alles mit dem Verstand zu erforschen und Jesus war ihnen in gewisser Weise zu simpel.

Die Menschen damals konnten also mit Jesus genauso wenig anfangen wie viele Menschen heute. Trotzdem war es Paulus und den Aposteln wichtig, die Botschaft vom Kreuz nicht zu verwässern und an die sie umgebende Kultur und die Wünsche ihres „Publikums“ anzupassen. Auch wir heute dürfen der Versuchung nicht nachgeben, Jesus an unsere Vorstellungen anzupassen.

Warum geht Gott diesen Weg? Warum lässt er Jesus am Kreuz sterben, obwohl viele mit diesem Gedanken große Probleme haben? Ich glaube, dass Gott nicht möchte, dass wir uns auf unsere eigene Klugheit und unseren messerscharfen Verstand berufen können, wenn wir zu ihm kommen. Unsere Gedanken können ihn niemals ganz erfassen. Gott wünscht sich, dass jeder die Möglichkeit hat, gerettet zu werden. Das ist nur möglich, wenn sein Rettungsangebot von jedem – auch dem ungebildetsten Menschen – verstanden werden kann.

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